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100 Jahre Niederösterreich

100 Jahre Niederösterreich

Am 1. Jänner 1922 hat Niederösterreich die vollständige Souveränität als Bundesland erhalten und wurde von Wien getrennt. Wir blicken anlässlich dieses Jubiläums auf 100 Jahre Niederösterreich zurück.

I m Jahr 1918 zerfiel die österreichisch-ungarische Monarchie und Niederösterreich wurde das größte und bevölkerungsreichste Bundesland der Republik Österreich. Aus innenpolitischen Gründen und um eine Dominanz zu verhindern, wurden Niederösterreich und Wien zu zwei eigenständigen Bundesländern. Das Trennungsgesetz trat am 1. Jänner 1922 in Kraft. Niederösterreich verlor dadurch seine Hauptstadt, der Landtag und die Landesverwaltung behielten allerdings aus finanziellen Gründen ihren Sitz in der Wiener Herrengasse. Das Bundesland verlor aber nicht nur seine Hauptstadt, sondern musste die Stadt Feldsberg und zahlreiche Ortschaften im nordwestlichen Waldviertel an die damalige Tschechoslowakei abtreten. Wenige Jahre nach der Trennung von Wien gab es einen weiteren Einschnitt: Im Jahr 1938 wurde Niederösterreich in „Niederdonau“ umbenannt. Grund dafür war der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, und das nationalsozialistische Deutschland bedingte ein Verschwinden aller Bezüge auf Österreich. Die Gauhauptstadt von „Niederdonau“ war damals Krems an der Donau. Niederösterreich hatte nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs 1945 großen Aufholbedarf den anderen Bundesländern gegenüber. Die jahrelange sowjetische Besatzung machte den Wiederaufbau sehr schwierig. Erst als 1955 die Sowjets abzogen, konnte sich das Land politisch und wirtschaftlich frei entwickeln. Erst in den Siebzigerjahren war Niederösterreich annähernd so gut entwickelt wie der Restösterreich.

Vom Agrarland zum Kulturland

Der Weg der Veränderung vom Agrarland zu einer beachtlichen Wirtschafts- und Sozialstruktur war dann ein rapider. Der Dienstleistungs- und Industriesektor wuchs enorm. Der Einfluss der Ballungszentren Wien und Linz stieg enorm und das Fehlen einer Landeshauptstadt machte sich immer stärker bemerkbar. Nach einer Volksbefragung 1986 wurde daher St. Pölten zur Landeshauptstadt von Niederösterreich erhoben. Elf Jahre später übersiedelten der Landtag, die Landesregierung und die Landesverwaltung von Wien in das neu errichtete St. Pöltner Regierungsviertel. Heute ist Niederösterreich ein bedeutender Kulturstandort im Herzen Europas und außerdem das Land mit der höchsten Museen-Dichte weltweit! Dazu maßgeblich beigetragen hat der ehemalige Landeshauptmann Erwin Pröll, der das Land ein Vierteljahrhundert regiert, begleitet und entwickelt hat. 2017 übergab er sein Amt an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

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