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Wissen & Tipps
Das Trachtenlexikon
Was das Froschgoscherl mit den schönsten Kleidern unseres Landes zu tun hat und warum es sich mit Tellernaht-Lederhosen bequemer sitzt, lesen Sie hier.
WORTSCHATZ RUND UMS DIRNDL
Ausputz/Auszier: So werden Verzierungen an Dirndl und Lederhose bezeichnet. Dies können beim Dirndl zum Beispiel Bänder, Pailletten oder Spitze sein. Bei Lederhosen sind es oft die Stickereien oder Knöpfe.
Froschgoscherl: Das „Froschgoscherl“ ist eine Borte am Miederausschnitt des Dirndls. Diese Borte entsteht durch ihre besondere Raffung.
Mieder-Schnürung/Gschnür: Das Mieder des Trachtenkleids wird an der Vorderseite geschnürt. Früher diente die Schnürung, damals besser bekannt unter „Gschnür“, als Verschluss. Heutzutage ist diese Schnürung meist nur ein schmückendes Element. Eine Kette oder ein Band wird mit mehreren Überkreuzungen durch Schmuckösen gefädelt.
Erbskette: Ganz klassisch wird die „Erbskette“ als Dirndl-Schnürung verwendet. Es ist eine meist silberfarbene Metallkette mit kleinen runden Kugeln.
Fürtuch/Schürze: Die Dirndlschürze oder Fürtuch ist ein Tuch bzw. eine Schürze ohne Brustteil. Ursprünglich war die Schürze funktional, sie wurde beispielsweise bei der Arbeit zum Tragen eingesetzt. Heute dient die Schürze als Schmuck und darf oft auch mal aufwendiger ausfallen. Gebunden wird sie in der Taille – eine verheiratete Frau rechts, Ledige links und Witwen hinten am Rücken.
Schneewittchen-Kragen: Diese Kragenform wird nicht angesetzt, sondern direkt angeschnitten – wie beim Prinzessinnenkleid von Grimms Märchenfigur Schneewittchen.
Hochgeschlossen: Im Gegensatz zum Oberteil, das viel Dekolleté zeigt, sind hochgeschlossene Dirndl wieder im Trend. Das Oberteil wird dabei bis hoch zum Hals zugeknöpft.
Dirndl-Petticoats: „Dirndl-Petticoats“ sind Unterröcke komplett aus Tüll, um bereits im Bund für Fülle zu sorgen. Aber es gibt auch Modelle, die erst ab Kniehöhe mit dem Tüll beginnen, um den Rock unten besonders glockig wirken zu lassen.
Kropfband/Kropfkette: Das „Kropfband“ ist ein traditioneller und ganz typischer „Dirndlschmuck“. In früheren Zeiten hatte es vor allem in den Bergen die Funktion, den oft vergrößerten Kropf von Frauen zu kaschieren. Das Samtband liegt direkt am Hals an und wird vorne oftmals mit einem Anhänger verziert. Die „Kropfkette“ ist die festliche Variante des Kropfbandes. Diese besteht aus mehreren Reihen, ist aufwendig gearbeitet und meist sehr wertvoll.
LEDERHOSEN-EINMALEINS
Wildbocklederne: Wildbockleder wird am häufigsten für Lederhosen verwendet, da es preisgünstiger und dennoch strapazierfähig und reißfest ist.
Hirschlederne: Die Hirschlederne ist die Königsklasse unter den Lederhosen. Hirschleder ist besonders hochwertig, sehr reißfest, elastisch, leicht und langlebig.
Sämisch Hirsch: „Sämisch Hirsch“ ist noch das i-Tüpfelchen auf die Hirschlederne. Das speziell gegerbte Wildleder ist demnach auch alles andere als billig.
Spezielle Stickereien: Bei der „Plattstickerei“ wird das Leder nicht durchstochen, bei der „Federkielstickerei“ wird bis heute manuell mit einem Federkiel gestickt, und bei der „Bäumchenstickerei“ handelt es sich um Verzierungen ähnlich eines Astes entlang der Nähte. Säcklernaht/Tellernaht: Bei der Säcklernaht wird ein Lederstreifen mit eingearbeitet - also ähnlich verarbeitet wie eine Steppnaht, nur eben zusätzlich mit Streifen. Die „Tellernaht“ verläuft bogenförmig über das Gesäß und unterstützt vor allem beim Sitzen den Tragekomfort.
Plattlerhose: Bei der „Plattlerhose“ sind die Hosenbeine extra eng geschnitten, damit beim „Schuhplattln“ die Schläge auf der Hose lauter klingen.
Sepplhose: „Sepplhose“ ist ein allgemein gebräuchlicher Begriff für die ganz kurzen Lederhosen. Getragen werden sie jedoch zumeist von kleinen Kindern.
Krachlederne: Mit „Krachlederne“ meint man vor allem die Lederhosen, die bereits Patina besitzen und etwas abgenützt sind.
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