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Wissen & Tipps
Tausche Arbeit gegen Hundeleine
Die Pension ist da und somit Zeit für einen Hund! Aber worauf gilt es zu achten, wenn man sich einen Hund anschafft, und was bedeutet es in Bezug auf das Älterwerden?
Für viele Menschen ist es der lang ersehnte Wunsch: ein Hund, als treuen Gefährten und Freund! Im Berufsleben bleibt dieser Traum aber vielen Menschen aus Zeitgründen verwehrt, darum sehnen sich viele danach, sich diesen Traum in der Pension zu erfüllen. Bevor man aber vorschnell ins Tierheim oder zum Züchter eilt, hat Dogprofi Sascha Steiner in unserem Interview wertvolle Informationen und Ratschläge für künftige HundebesitzerInnen.
vital: In der Pension hat man plötzlich Zeit. Ist es nie zu spät für den ersten Hund? Was sollten Senioren unbedingt wissen?
Sascha Steiner: Man sollte sich schon bewusst sein, dass jeder Hund besonders im ersten Jahr erzogen werden muss. Jeder Hund, egal welche Rasse, braucht eine konsequente Erziehung! Am Anfang ist es der süße kleine Welpe und dann kommt das böse Erwachen, wenn Bello zu energiegeladen ist oder doch schwerer als erwartet wird. Senioren, die einen Hund wollen, sollten auch noch geistig und körperlich fit sein, denn ein Garten alleine reicht nicht aus, um dem Hund die Bewegung zu geben, die er benötigt. Hunde brauchen Bewegung, nur so werden sie ausgeglichene Freunde.
vital: Aber es gibt sicher Hunderassen, die weniger Bewegung brauchen als andere oder sozusagen „Schmusehunde“ sind. Welche Hunderassen eignen sich da gut?
Steiner: Ein sehr menschenbezogener und für Hunde-Erstbesitzer gut geeigneter Hund ist der Havaneser, eine kleine und sehr menschenfreundliche Rasse. Auch der Bolonka Zwetna oder der Malteser lieben es, verwöhnt zu werden und für seinen treuen Besitzer da zu sein. Natürlich kann man auch eine größere Rasse wie z. B. einen Golden Retriever zu sich nehmen. Hier darf man aber nicht vergessen, dass man schnell einmal ca. 25–30 kg an der Leine hat! Daher sollte man die Hunderasse auch nach der körperlichen Fitness auswählen, denn ein Hund, der viel Auslauf braucht, passt nicht zu jemandem, der nicht mehr sehr fit auf den Beinen ist. Gut für Senioren eignen sich auch ältere Hunde aus dem Tierheim! Es kommt aber immer auf das Wesen des Hundes an. Viele Seniorenhunde, dieihre letzten Jahre mit viel Liebe verbringen wol-len, werden leider sehr oft vergessen und verbleiben bis zu ihrem Lebensende im Tierheim.
vital: Der Hund gilt ja als ein treuer Begleiter und als guter Freund. Wie wirkt sich ein Hund daher auf die Psyche aus? Vor allem, wenn es beim Älterwerden um Themen wie Einsamkeit geht?
Steiner: Hunde sind sehr einfühlsame Tiere und darum besonders wichtig für ältere Menschen, die alleine leben oder niemanden haben, der sich um
Sie kümmert. Nicht umsonst sagt man: „Der Hund ist der beste Freund des Menschen.“ Ein Hund kann zum treuen Begleiter werden, aber dazu braucht er auch eine gute Führung, denn wenn diese nicht gegeben ist, dann sind Hunde sehr oft verunsichert – und das spiegelt sich oft in unkontrollierbarem Verhalten wider.
vital: Aber kann man die Verantwortung und die Aufgaben im Alter noch meistern?
Steiner: Wie am Anfang schon erwähnt, sollte man seine eigene Energie einschätzen können und sich nicht überschätzen! Ein temperamentvoller Hund und ein sensibler Mensch sind oft nicht die ideale Kombination. Daher sollte der Vierbeiner sorgfältig ausgewählt werden. Senioren, die sich für einen Hund entscheiden, sollten sich vorab erkundigen, welches Wesen der Hund hat (ist er eher ruhig oder energiegeladen), und dann sollte auch die Möglichkeit bestehen, dass sich Hund und potenzieller Halter kennenlernen können. Ich selbst kenne viele ältere Menschen, die eine hervorragende Konsequenz in der Hundeerziehung an den Tag legen!
vital: Die körperliche Fitness kann – vor allem im Alter – schnell beeinträchtigt werden oder Krankheiten können das Kümmern um den Hund erschweren oder gar unmöglich machen. Welche Möglichkeiten gibt es, wenn Spitalsaufenthalte anstehen oder die täglichen Spaziergänge nicht mehr zu schaffen sind?
Steiner: Da heißt es wieder erkundigen, bevor man sich einen Vierbeiner ins Haus holt. Die Frage: „Wer passt auf, wenn ...?“ muss unbedingt vor der Anschaffung eines Hundes geklärt werden. Es gibt viele Angebote an Hundetagesstätten, Hundesittern oder Dogwalkern, was aber auch wieder eine finanzielle Rolle spielt, vor allem, wenn der geliebte Hundehalter für längere Zeit ins Krankenhaus muss. Oft ist es besser, wenn sich in der eigenen Familie jemand findet, der einem zur Seite steht, wenn Hilfe bei der Betreuung des Vierbeiners benötigt wird.
Kurz zusammengefasst: Wenn alle organisatorischen Gegebenheiten und Möglichkeiten geklärt sind, gilt es, sich für einen Hund zu entscheiden, dessen Wesen zu einem passt, und ihn durch eine konsequente Erziehung zu einem Freund fürs Leben zu machen.
Für weitere Fragen rund um die Erziehung Ihres Hundes kontaktieren Sie Dogprofi Sascha Steiner.
Dogprofi Sascha Steiner –
Profitraining für Hund und Mensch
0660/200 20 40 | office@dogprofi.at
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