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Freizeit & Reisen

Pilgern – Natur, Bewegung und Glaube

Pilgern – Natur, Bewegung und Glaube

Aufbrechen, Weggehen, Unterwegssein, Weitblicken, das Weite suchen, Ankommen – all das beschreibt das Pilgern. Warum sich immer mehr Menschen auf den Weg machen, welche Motivation dahintersteckt und wo man in Österreich pilgern kann, lesen Sie hier.

Die Welt um uns herum ist vor allem in den letzten Jahren immer schnelllebiger geworden. Meistens müssen wir uns in diese Schnelligkeit einfügen und unseren Alltag meistern. Da ist es wichtig, rechtzeitig eine Pause zu machen oder sogar eine kleine Auszeit zu nehmen. Und kaum etwas macht den Kopf freier als das Gehen – es ist wie ein Zauber, der den Geist beruhigt und neu erweckt. Immer mehr Menschen brechen daher zum Pilgern auf, um sich auf eine ganz besondere Spurensuche zu begeben. Was man bei dieser Suche findet, ist ganz individuell: vielleicht neue Sichtweisen und Lebenskraft, Klarheit, Orientierung, Erholung – oder sind es unbeschreibliche Gotteserfahrungen.

Tipps für die Pilgerreise

1. Der Weg: Für welchen Pilgerweg man sich entscheidet, hängt davon ab, wie lange man unterwegs sein möchte, ob schon ein bestimmtes Ziel ins Auge gefasst wurde und
wie gut die Kondition ist.

2. Pilgerpass: Wer zum Beispiel auf einem bekannten Pilgerweg wie dem Jakobsweg wandern will, sollte vorab einen Pilgerbrief oder Pilgerpass beantragen. So ist man unter anderem berechtigt, in günstigen Pilgerherbergen zu nächtigen.

3. Zeitpunkt: Die beste Zeit, um aufzubrechen, kann nur jeder für sich finden. Trotzdem sollten Wetterbedingungen berücksichtigt werden.

4. Training: Ja, die Wanderschuhe sollten eingelaufen sein, aber die Tagesetappen zu Hause nachzuahmen, macht nur wenig Sinn. So ist man vielleicht eher frustriert, wenn einem schon nach einem ganzen Wandertag alles wehtut. Am Pilgerweg ist die Motivation einfach eine andere, und man schafft mehr als man denkt.

5. Mentale Vorbereitung: Viel besser ist es, sich mental auf das Gehen vorzubereiten. Auf müde Beine, Blasen an den Füßen oder einen schmerzenden Rücken muss sich fast ein jeder Pilger einstellen. Pilgern ist außerdem kein Luxusurlaub – warmes Wasser, kuschelige Betten und beste Kulinarik gehören nicht immer zur Ausstattung der Pilgerherbergen.

6. Gepäck: Die Kunst ist, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig einzupacken. Bequeme Kleidung, Trekkingsocken, Blasenpflaster sowie Sonnen- und Regenschutz gehören auf jeden Fall zur Grundausstattung. Wer in Herbergen nächtigt, braucht ebenso einen Schlafsack und ein schnell trocknendes Handtuch im Rucksack.

7. Weiterwandern: ... ist das beste Mittel gegen Schmerzen. Am Morgen schmerzt meist alles: Füße, Beine, Rücken. Aber wer sich überwindet, weiterzugehen, wird damit belohnt, dass die Schmerzen nachlassen oder gar verschwinden. Der Körper gewöhnt sich nach und nach an die Strapazen.

8. Orientierung: Hightech-Navigationsgeräte haben beim Pilgern nichts zu suchen. Eine gute Landkarte reicht aus, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der Weg ist ja
bekanntlich das Ziel.

9. Vertrauen: Pilger haben nicht alle die gleiche Motivation, aber die gleiche Gesinnung. Seien Sie offen für die Schönheit der Landschaft, für spirituelle Erfahrungen und für neue Menschen.

10. Verpflegung: Essen und Trinken für einen ganzen Tag im Rucksack zu tragen, kann ganz schön schwer werden. Deshalb ab und zu in Gasthöfen oder Pilgerstätten einkehren, um zu essen.

11. Kein Wettlauf: Das Pilgern ist kein Wettlauf! Nicht von Anderen hetzen lassen, sondern die bewusste Entschleunigung wählen.

12. Keine Enttäuschung: Die meisten Pilger setzen sich ein Ziel, wo sie in etwa wann ankommen möchten. Schafft man das nicht, ist das kein Grund zur Enttäuschung, sondern eine wichtige Erkenntnis. Unser Körper hat Grenzen, und diese zu beachten, ist eine große Wertschätzung sich selbst gegenüber.

Pilgern in Österreich

Schroffe Gebirgskämme, saftig-grüne Almen, klare Seen, historische Städte, ehrwürdige Gotteshäuser und spirituelle Kraftplätze – Österreich ist ein Paradies (für Pilger). Deshalb ist das Wegenetz in und durch Österreichso groß. Hier ein paar ausgewählte Pfade mehr gibt es im Internet unter www.pilgerwege.at.

Martinsweg – Via Sancti Martini
Der Kulturweg verbindet Szombathely in Ungarn, den Geburtsort des hl. Martin, mit seiner Grablegein Tours in Frankreich. In Österreich führt der Weg seit September 2016 von Ungarn kommend durchs Burgenland nach Wien und entlang der Donau durch Niederösterreich und Oberösterreich nach Passau/Deutschland. In der Diözese Linz geht er zum Teil am „Donausteig“ (www.donausteig.com) und zum Teil am Jakobsweg (www.jakobswege-A.eu) von Enns bis Passau. www.martinuswege.eu

Jerusalemweg

Der Jerusalemweg steht für Toleranz und ist ein händereichendes, internationales Friedensund Kulturprojekt. In den Kontinenten Europa und Asien werden Völker unterschiedlichster Religionen durch mehr als 15 Länder und über eine Strecke von etwa 7.500 km mit dem Heiligen Land verbunden. Der Jerusalemweg giltsomit als der längste Friedensweg. Von Österreich aus beträgt die Strecke etwa 4.500 km bis nach Jerusalem. Die Route führt von West nach Ost, dem Sonnenaufgang – symbolisch dem Leben – entgegen, und der Pilger befindet sich zugleich Schritt für Schritt am Weg zur bedeutendsten Stätte der Christenheit: Jerusalem – Schnittpunkt der Weltreligionen.
www.jerusalemweg.at

Franziskusweg Weinviertel

Der Franziskusweg führt über ca. 135 km durchdas wunderschöne südliche Weinviertel, mitjederzeitiger „Ein- und Ausstiegsmöglichkeit“in 26 Orten. Dabei trifft die Weitläufigkeit des niederösterreichischen Marchfeldes die sanft hügelige und vielfältig bewirtschaftete Weinviertler Landschaft mit ihren einzigartigen Kellergassen. 2018 wurden 15 Glaubenssymbole installiert, welche mit Aufschrift der Namen und Eigenschaften Gottes und von Jesus zur Meditation einladen. www.franziskusweg-weinviertel.at

Josefweg

Der Namensgeber Josef begleitet den Wanderer als Weggefährte aller Ruhesuchenden in dieser schnelllebigen Zeit. Der 3-tägige Rundweg verläuft in Form einer symbolkräftigen, liegenden 8. Beginnend in Altmünster, mit einem traumhaften Panorama auf den glasklaren Traunsee, führt er – mit herrlichen Ausblicken auf die Bergwelt und auf den türkisblauen Attersee – nach Weyregg. Mit der besonderen Heilkraft des Waldes geht es über Kreuzwege zur Richtberg Taferl Kapelle, einem geschichtsträchtigen, heiligen Ort mit einer Wasserquelle. Am Weg trifft man auf acht lebensbejahende, spirituelle Impulse, die den Wanderer erden. www.josefweg-salzkammergut.at

»Im Gehen wird das Herz weit,
Begegnungen schenken Glücksmomente
und in stillen Momenten macht
sich ein Staunen und ein Glücksgefühl
über diese wunderbare
Welt breit.«

Zitat, Pilgerwege Österreich

 

 

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